TRENDEAtlas der Sultane · Kriege, Schlachten und Verträge

Schlacht bei Ankara

Schlacht · 1402

In der Schlacht bei Ankara, auch Schlacht von Angora, vom 20. Juli 1402 besiegte die vom zentralasiatischen Fürsten Timur (Tamerlan) geführte turko-mongolische Armee die des osmanischen Sultans Bayezid I. In dieser Schlacht wurde den osmanischen Truppen eine der schwersten Niederlagen der Geschichte zugefügt. Dabei geriet Bayezid in Gefangenschaft, wo er 1403 starb. Das Osmanenreich zerfiel in der Folge des Herrschaftsstreites der vier Söhne Bayezids und wurde erst wieder nach einem Jahrzehnt ständiger Kämpfe geeint.

Zum Ereignis

Datum20. Juli 1402
OrtAnkara
AusgangEntscheidender Sieg der Timuriden
KriegsparteienTimuridenreichOsmanischer Staat
Serbien
BefehlshaberTimurBayezid I.
Stefan Lazarević
Truppenstärke25.000
andere Quelle: 140.000
20.000
andere Quelle: 85.000
Verlusteunbekanntunbekannt

Folgen

Bayezid starb 1403 in mongolischer Gefangenschaft. Einer Legende nach beging der Sultan Selbstmord, weil er die Niederlage und die dadurch erlittene Schmach nicht ertragen konnte. Ein Umstand, der diese These stützen könnte, ist die Tatsache, dass Bayezid bei seinem Tod erst 42 Jahre alt war. Timur stieß weiter nach Westen vor, setzte entlang der ägäischen Küste Emire ein, wie etwa in Aydin, und selbst das von den Johannitern gehaltene Smyrna (Izmir) wurde besetzt. Jedoch wandte sich Timur daraufhin wieder ostwärts, um seine Pläne zur Eroberung Chinas aufzunehmen.

Dieses Ereignis im Atlas

Fand unter der Herrschaft von Bayezid I. (1389–1402) statt. Bayezid I.

Der Atlas verzeichnet für dieses Jahr diese Gebietsveränderung:

Herrschaft von Bayezid I. auf der Karte öffnen

Text: Wikipedia (CC BY-SA 4.0), für den Atlas bearbeitet.