TRENDEAtlas der Sultane · Kriege, Schlachten und Verträge
Belagerung · 1529
Die Erste Wiener Türkenbelagerung oder Erste Wiener Osmanenbelagerung war ein Höhepunkt der Türkenkriege zwischen dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Sie fand im Rahmen des ersten österreichischen Türkenkrieges statt. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 schlossen osmanische Truppen unter dem Kommando von Sultan Süleyman I. dem Prächtigen Wien ein, das damals Hauptstadt der Habsburgischen Erblande und eine der größten Städte Mitteleuropas war. Unterstützt von anderen Truppen des Heiligen Römischen Reichs konnten sich die Verteidiger behaupten.
| Datum | 27. September bis 14. Oktober 1529 |
|---|---|
| Ort | Österreich, Wien |
| Ausgang | Rückzug des osmanischen Heeres |
| Kriegsparteien | Heiliges Römisches Reich | Osmanisches Reich |
|---|---|---|
| Befehlshaber | Philipp der Streitbare, Wilhelm von Rogendorf, Niklas Graf Salm | Süleyman I. der Prächtige |
| Truppenstärke | etwa 17.000 | mit Tross etwa 150.000 |
Süleyman I. hatte mit seinem Kriegszug von 1529 zwei Hauptziele verfolgt: die Eroberung Wiens und die Sicherung der Herrschaft seines Vasallen Zápolya als König von Ungarn. Zwar hatte er sein erstes Ziel nicht erreicht, aber sein zweites Ziel, sich mit Zápolya die Macht über Ungarn zu sichern. Dem diente auch sein erneuter Kriegszug von 1532. Obwohl auch dieses Mal Wien verschont blieb und die Osmanen nach einer lange währenden, erfolglosen Belagerung von Güns zurückweichen mussten, feierte sich Süleyman, das teilweise Misslingen beschönigend, in Konstantinopel als Sieger, da er seinen Machtbereich in Ungarn festigen konnte. 1533 schlossen Süleyman I. und König Ferdinand I.
Fand unter der Herrschaft von Süleyman I. (1520–1566) statt. Süleyman I.
Herrschaft von Süleyman I. auf der Karte öffnenText: Wikipedia (CC BY-SA 4.0), für den Atlas bearbeitet.