TRENDEAtlas der Sultane · Kriege, Schlachten und Verträge

Eroberung von Gallipoli

Feldzug · 1354

Die Eroberung von Gallipoli durch die osmanischen Türken fand im März 1354 statt. Nach einer fünfzigjährigen Kette von Niederlagen hatten die Byzantiner fast ihre gesamten Besitzungen in Kleinasien verloren. Der Zugang zur Ägäis und dem Marmarameer versetzte die Osmanen in die Lage, den Peloponnes und Griechenland zu erobern und nördlich nach Serbien und Ungarn vorzustoßen.

Zum Ereignis

DatumMärz 1354
OrtHalbinsel Gallipoli
AusgangOsmanischer Sieg
KriegsparteienOströmisches (Byzantinisches) ReichOsmanischer Staat
BefehlshaberSüleman Pascha
Truppenstärke20.0005.000
Verluste8.000–11.500

Folgen

Johannes VI. bot Orhan I. vergeblich eine Bezahlung an, damit die Türken die Stadt wieder verließen. Der Sultan erklärte, er habe die Stadt nicht mit Gewalt genommen und könne nicht etwas zurückgeben, das ihm Allah geschenkt habe. In Konstantinopel verbreitete sich Panik, da man annahm, die Türken würden die Stadt nun bald belagern. Kantakuzenos’ Macht wurde dadurch geschwächt und er wurde im November 1354 abgesetzt. Gallipoli sollte sich zum Brückenkopf für die osmanischen Invasionen nach Europa etablieren. Innerhalb von weniger als zehn Jahren fiel den Türken fast das gesamte oströmische (byzantinische) Thrakien, inklusive Adrianopel, in die Hände.

Dieses Ereignis im Atlas

Fand unter der Herrschaft von Orhan (1324–1362) statt. Orhan

Der Atlas verzeichnet für dieses Jahr diese Gebietsveränderung:

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Text: Wikipedia (CC BY-SA 4.0), für den Atlas bearbeitet.