TRENDEAtlas der Sultane · Kriege, Schlachten und Verträge
Aufstand · 1885
Der Berliner Vertrag (1878) hatte Ostrumelien aus den Sandschaks Plowdiw, Sliwen, Stara Sagora, Pasardschik, Burgas und Haskowo als autonome Provinz unter osmanischer Hoheit geschaffen. 1885 brachte ein Aufstand in Plowdiw die Bulgaren an die Macht in der Provinz, und das Fürstentum Bulgarien gliederte Ostrumelien ein. Bulgarien wurde damit ein Staat von 96.000 km².
| Datum | 1885 |
|---|---|
| Ort | Provinz Ostrumelien (Plowdiw) |
| Ausgang | Das Fürstentum Bulgarien gliederte die autonome osmanische Provinz Ostrumelien ein |
| Kriegsparteien | Osmanisches Reich (Abdülhamid II.) | Bulgaren Ostrumeliens Fürstentum Bulgarien |
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Fand unter der Herrschaft von Abdülhamid II. (1876–1909) statt. Abdülhamid II.
Herrschaft von Abdülhamid II. auf der Karte öffnenNach der Berechnung des Atlas umfassten die osmanischen Gebiete 1885 etwa 3.004.000 km²; zu Beginn der Herrschaft von Abdülhamid II. waren es 4.123.000 km², an ihrem Ende 2.996.000 km².
Während der Zeit von Abdülhamid II. (1876–1909) verzeichnet der Atlas 0 gewonnene und 19 verlorene Regionen.
Verlorene Regionen: Walachei (1877), Moldau (1877), Morava-Serbien (Niš–Kruševac) (1877), Smederevo–Šumadija (1877), Belgrad–Šabac (1877), Norddobrudscha (Constanța–Tulcea) (1877), Kars–Ardahan–Artvin (1877), Montenegro (1878), und 11 weitere.
Seine dreiunddreißigjährige Herrschaft brachte sowohl den größten Gebietsverlust als auch die intensivsten Investitionen in Schulen, Eisenbahnen und Telegrafen. Die Verkündung und anschließende Aussetzung der Verfassung, die Herrschaft über ein zentrales Spitzelnetz und die Kosten des Krieges von 1877–78 machen ihn zum umstrittensten Sultan der osmanischen Geschichte.
Die Flächen sind die aus den Regionsdaten des Atlas berechnete Landfläche; siehe Methode und Quellen.
Quelle: TDV-Enzyklopädie des Islam, „Bulgaristan“ (türkisch); Text für den Atlas verfasst.