TRENDEAtlas der Sultane · Kriege, Schlachten und Verträge
Vertrag · 1920
Der Vertrag von Sèvres vom 10. August 1920, der zwischen dem Britischen Empire, Frankreich, Italien, Japan, Armenien, Belgien, Griechenland, dem Hedschas, Polen, Portugal, Rumänien, dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und der Tschechoslowakei als Siegermächten (im Vertragstext als „alliierte und assoziierte Mächte“ bezeichnet) des Ersten Weltkrieges und dem Osmanischen Reich abgeschlossen wurde, gehört zu den Pariser Vorortverträgen, die den Krieg formal beendeten. Es handelte sich dabei um einen sogenannten Diktatfrieden. Eine Ratifikation des Vertrags erfolgte aufgrund des Untergangs des Osmanischen Reiches und des Sturzes des letzten Sultans Mehmed VI. nicht mehr. Der bereits begonnene Türkische Befreiungskrieg ging unterdessen unvermindert weiter.
Gemäß dem Vertrag von Sèvres sollte das Osmanische Reich einen Großteil seines Territoriums verlieren. Die Hohe Pforte verzichtete auf ihre Besitzungen in Syrien und Mesopotamien (Abschnitt VII des Vertrages). In diesen Gebieten sollten Mandate des Völkerbundes errichtet werden. Zugleich sollten die arabischsprachigen Provinzen im Nahen Osten und Nordafrika unter Frankreich, Italien und Großbritannien aufgeteilt werden. In Palästina sollte unter Verweis auf die Balfour-Deklaration eine nationale Heimstätte für das jüdische Volk entstehen.
Fand unter der Herrschaft von Mehmed VI. (1918–1922) statt. Mehmed VI.
Herrschaft von Mehmed VI. auf der Karte öffnenText: Wikipedia (CC BY-SA 4.0), für den Atlas bearbeitet.